Stolz und dankbar bin ich. Stolz, dass durch die Kolpingfamilie aus sich spontan die Idee eines Friedensgebets aufkam und von weiteren Gruppen aufgenommen worden ist und dankbar, dass Jung und Alt, ganze Familien gemeinsam singen und beten. Es entsteht eine Hoffnungsgemeinschaft, eine solidarische Verbundenheit zu all den vom Krieg betroffenen Menschen.
Oft höre ich: „Hoffentlich hilft’s!“ Meist antworte ich: „Düngen und Beten ist nie vergebens.“ Das wann, wo und wie der göttlichen Antwort ist manchmal nur schwer zu ertragen, selten zu verstehen - auch für mich. Schön, dass wir es gemeinsam aushalten und einen Adressaten unserer Ohnmacht und Sprachlosigkeit kennen.
Und wohltuende Bilder der vergangenen Woche kann ich über die schrecklichen legen: Als wir im Kirchenvorstand von der Schließung des „Mäuselands“ nach vielen Jahren des wertvollen Dienstes im Ort hörten, kam spontan die Idee, die Räumlichkeit als Wohnung für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen. Und in der Asbecker Kirche St. Margareta und am Dormitorium prägen sich die Bilder der großen Mengen an Hilfsgütern ein.

Stolz ist sicher nicht das richtige Wort, Dankbarkeit zu wenig. Irgendwas dazwischen und von beidem etwas: ja das trifft meine abendlichen Gedanken am ehesten.

 

Siegfried Thesing

   

Katholische Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta
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